Fasching 2026
Mittlerweile kam eigentlich niemandem mehr der Gedanke, dass die Guerilla- Faschingslines am Faschingdienstag nicht stattfinden könnten. Also fröhlich viele Leute eingeladen und zwei Setups gepackt. Um 9:00 befindet sich allerlei Getier und Gemensch an der Erzherzog Johann Brücke und die ersten Schwerlastschlingen werden an den Pfeilern für die Oberleitungspfeiler der Straßenbahn montiert.
Doch nach drei Jahren geduldeter Aktivität bleibt der Streifenwagen doch stehen. Pippi steht gerade am Geländer und montiert den Farsideanker für Line 1 am Pfeiler. Das sieht der Polizei wohl zu verdächtig aus. Die Ente des Schreckens beobachtet aufgeregtes telefonieren und angeregtes Diskutieren vom Kellergeschoß aus. Die Mumie im Baum bekommt von all der Aufregung nichts mit und baut den Anker für die zweite Line fröhlich weiter.
Nachdem sehr schnell recht klar ist, dass nichts von der Aktion offiziell angemeldet, geschweige denn genehmigt ist, sagen uns die Polizisten freundlich, aber bestimmt, dass wir alles wieder abbauen dürfen. Nicht mal die Überredenskünste von Tom Buckingham himself, der zufällig verdachtsunabhängig alles beobachtet hat, helfen da weiter.
„Laaaame!“, sagt die Biene. Was solls, wo sie recht haben, haben sie recht.
So leicht aufgeben will die Truppe aber doch nicht. Sie erinnert sich an die Lendwirbelline vom letzten Jahr. Für die Ankerbäume, an denen keine sensible Infrastruktur hängt, brauchte es damals keine Genehmigung…
Big G, Skifahrerin und Pippi machen sich mutig auf den Weg zur Polizeistation, um unser Vorhaben zu melden. Die anderen spazieren zur Murinsel und warten auf grünes oder rotes Licht. Nach einiger Herumtelefoniererei gibts ein offizielles JA von Stadt und Polizei.
Flugs aufgebaut und losgestartet. Auch ein zweiter Streifenwagen, der den Aufbau wieder höchst kritisch beäugt, kann unser Vorhaben nicht boykottieren.
Viel Puplikum gibt es an diesem Standort vergleichsweise nicht aber wir sind uns selbst ein gutes Puplikum und bewundern, Frosch, Findus, Biene, Aang, Spiderman und viele mehr beim Hin und Her- Wackeln. Dann kommt noch der Schweizer Besuch Melanie und Tom (diesmal verdachtsabhängig) vorbei, um zu fachsimpeln und, in Melanies Fall, eine super Freestyleshow als Finale hinzulegen. Irgendwie war die Aktion also doch wieder sehr lustig, auch wenn die eingesammelte Spendenmenge sich vom 3-stelligen in den 1-stelligen Bereich verabschiedet hat.
Danke an alle, die dabei waren und bis nächstes Jahr nunmehr genehmigter Aktivität:)








